Die verlorene Ehre der Katharina Blum

oder: Wie Gewalt entsteht und wohin sie führen kann

Listes

Katharina Blum, die Zentralfigur dieser Erzählung, ist eine junge hübsche Haushälterin, die nebenberuflich bei Empfängen und Festlichkeiten die Buffets besorgt und sich eine kleine Eigentumswohnung und einen Volkswagen leisten kann. Sie hat ein heiter-bescheidenes Wesen und wird, weil sie Zudringlichkeiten der Männer verabscheut, in ihrer Umgebung die »Nonne« genannt. Diese Frau verliebt sich auf einer Karnevalsparty spontan in einen jungen Mann, der ein von der Polizei gesuchter radikaler Rechtsbrecher ist. Sie verhilft ihm zur Flucht. Damit gerät sie in den Mittelpunkt der Sensationsmache einer großen Boulevardzeitung. Täglich erscheinen Berichte, in …

Livre broché, 128 pages

Langue : Deutsch

Publié janvier 1976

Déplier
ISBN :
978-3-462-01033-6
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Sujets
  • Fiction
  • Tabloid newspapers
  • Young women
  • Sensationalism in journalism
  • Journalists
  • Violence
  • Self-preservation
  • Tabloid newspapers in fiction
  • Young women in fiction
  • Sensationalism in journalism in fiction
  • Boulevardpresse
  • Denunziation
  • Junge Frau
  • Liebe
  • Sympathisant
  • Terrorist
  • Rote-Armee-Fraktion
  • German language materials
  • German fiction
  • Fiction, general
  • Germany, fiction
  • Lawyers, fiction
  • Novel
  • Continental european fiction (fictional works by one author)
  • Fiction, women
  • Presse
  • Aspect politique
  • Young women--germany--fiction
  • Tabloid newspapers--germany--fiction
  • Sensationalism in journalism--fiction
  • Pt2603.o394 v413 2009
  • 833/.914
  • Large type books

Critiques

Vom Schützen

Böll gelingt eine Erzählung in Form eines berichtenden Thrillers, die auch aus der eigenen Überzeugung heraus jede Sensationslust an sich selber vernichtet, indem sie schnellstmöglich alle Geschehnisse offenlegt. Übrig bleibt einzig eine Sehnsucht nach Aufklärung der Verhältnisse. Böll stellt mit dieser Erzählung jedoch nicht einfach banal die Hegemonie einer gewisser ZEITUNG infrage, sondern auch die eines der mächtigsten Gedankencluster - des Schutzes. Jemand der schützt ist gut, ein regelrechter Schutzmann des unmündigen Bürgers, was ließe sich schon dagegen andenken? Der unpersonifizierte Untertitel nennt unbestimmte Gewalt, wirft die Frage auf, wer wird welche Gewalt ausüben, wer wird wen wovor genau schützen? Pflichtlektüre.

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